Unter der Haube: Die Microservices-Architektur von ZenFlow
Ein technischer Deep-Dive in die Architekturentscheidungen, die ZenFlow zu einer skalierbaren und zuverlässigen Workflow-Engine machen.
Thomas Müller
Lead Architect
Bei der Entwicklung von ZenFlow standen wir vor einer zentralen Frage: Wie bauen wir eine Workflow-Engine, die sowohl für kleine Teams als auch für Enterprise-Kunden mit Millionen von Workflow-Ausführungen pro Tag funktioniert?
Die Herausforderung
Workflow-Automatisierung ist von Natur aus komplex. Ein einzelner Workflow kann:
- Dutzende externe APIs aufrufen
- Minuten bis Stunden dauern
- Parallele Ausführungspfade haben
- Bei Fehlern intelligent reagieren müssen
Jede Architekturentscheidung bei ZenFlow basiert auf drei Prinzipien: Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und Wartbarkeit.
Event-Driven Architecture
Das Herzstück von ZenFlow ist ein Event-Driven-System. Jede Aktion in einem Workflow – sei es ein API-Aufruf, eine Bedingungsprüfung oder eine Verzögerung – wird als Event behandelt.
Warum Events?
- Entkopplung: Services kommunizieren über Events, nicht direkt
- Skalierbarkeit: Event-Consumer können horizontal skaliert werden
- Auditierbarkeit: Jedes Event wird persistiert und ist nachvollziehbar
Die Kern-Services
ZenFlow besteht aus mehreren spezialisierten Microservices:
Workflow-Orchestrator
Koordiniert die Ausführung von Workflows, verwaltet den Zustand und triggert nachfolgende Schritte.
Integration-Gateway
Abstrahiert externe APIs und sorgt für einheitliches Error-Handling, Rate-Limiting und Caching.
Scheduler-Service
Verwaltet zeitbasierte Trigger und Verzögerungen mit Millisekunden-Genauigkeit.
Fehlertoleranz by Design
In verteilten Systemen sind Fehler keine Ausnahme, sondern die Regel. Unsere Strategie:
Retry-Mechanismen
Jeder API-Aufruf wird mit exponential Backoff wiederholt. Aber nicht blind – wir unterscheiden zwischen:
- Transiente Fehler (Netzwerk-Timeouts): Automatischer Retry
- Permanente Fehler (401 Unauthorized): Sofortiger Abbruch
- Rate-Limits: Intelligentes Warten
Circuit Breaker
Wenn ein externer Service ausfällt, stoppen wir nicht alle Workflows. Stattdessen:
- Erkennen wir das Muster (z.B. 5 Fehler in 10 Sekunden)
- Öffnen den Circuit Breaker
- Leiten betroffene Workflows in einen Wartezustand
- Prüfen periodisch, ob der Service wieder verfügbar ist
Lessons Learned
Nach zwei Jahren Entwicklung und über 500 Enterprise-Kunden haben wir einiges gelernt:
Investiert früh in Observability. Ohne gutes Logging, Tracing und Monitoring ist Debugging in verteilten Systemen nahezu unmöglich.
Was wir anders machen würden
- Früher auf Kubernetes setzen: Der initiale Docker-Swarm-Ansatz kostete uns später Migrationsaufwand
- Schema-Registry von Anfang an: Event-Schemas ohne zentrale Registry führen zu Chaos
- Feature-Flags: Ermöglichen sichere Deployments und A/B-Tests
Ausblick
Wir arbeiten aktuell an:
- Edge-Computing: Workflow-Ausführung näher am Kunden für niedrigere Latenzen
- Predictive Scaling: ML-basierte Vorhersage von Last-Spitzen
- Visual Debugging: Echtzeit-Visualisierung von Workflow-Ausführungen
Haben Sie Fragen zur Architektur oder möchten Sie mehr über einen bestimmten Aspekt erfahren? Schreiben Sie uns an engineering@zensation.ai – wir freuen uns über den Austausch mit anderen Entwicklern!
Stay in the Loop
Get exclusive insights on AI automation, best practices, and product updates delivered straight to your inbox.
No spam. Unsubscribe anytime. We respect your privacy.